Forschung & Hochleistungsmedizin am Klinikum Darmstadt

Medikamentenfreisetzende Mikrosphären in der Interventionellen Onkologie
Medikamentenfreisetzende Mikrosphären in der Interventionellen Onkologie

„Schonende Verödung“


Auf Basis intensiver Forschung werden bei uns verschiedene Formen lokaler Tumorbehandlung angewandt. Präzisionsmethoden, die unter größtmöglicher Schonung umliegender Organe durchgeführt werden, sind beispielsweise:

Embolisation/Chemoembolisation: lokale Chemotherapie mit Tumorgefäßverödungen über versorgende arterielle Blutgefäße. Hierbei verwenden wir auch neue Substanzen wie Mikrosphären, die mit Chemotherapeutika beladen werden können, die in den Tumoren in hochkonzentrierter Form über einen längeren Zeitraum freigesetzt werden ("drug eluting microspheres").

... und was verbirgt sich dahinter?

„Schonende Verödung“


Mit mikroskopisch kleinen medikamentenbewehrten Kugeln, die den Tumor umzingeln, kann ein Geschwür von der Blutversorgung abgeschnitten und am Wachstum gehindert werden.

In der Erforschung solcher Präzisionsmethoden ist das Klinikum Darmstadt in Deutschland führend. Wir sorgen mit dafür, dass für Tumorpatienten in Zukunft Behandlungsmöglichkeiten verfügbar werden, die den Tumor gezielt im direkten Umfeld „austrocknen“ und dabei den Organismus insgesamt schonen.

Chemoembolisation

Thermoablation: Tumorzerstörung durch lokale Hitze­ein­wir­kung. Spezialnadeln werden zielgenau in das Tumor­gewebe eingebracht und Energie appliziert. Die erzeugte Hitze­zone zer­stört den Tumor, das umliegende Gewebe bleibt unbeeinträchtigt.

Lokale Therapien kommen zum Einsatz, wenn die operative Entfernung eines Tumors nicht möglich ist und Standard-Chemotherapien unzureichend wirksam sind oder mit unzumutbaren Nebenwirkungen einhergehen.

Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie