Klinikum Darmstadt - Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg-Mannheim


Medizinische Klinik II

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Telefon 06151-107 6501
Telefax 06151-107 6540

wietholtz@klinikum-darmstadt.de



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Medizinische Klinik II – Behandlungsschwerpunkte

Pneumologie

Seit September 2005 ist das Fachgebiet Lungen- und Bronchialheilkunde als Schwerpunkt der Medizinischen Klinik II am Klinikum vertreten. Für die Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, der Lungen und des Brustkorbes steht eine eigene Station (Station 6.M) mit 29 Betten zur Verfügung. Besonderer Wert wird hier auf die enge interdisziplinäre Abstimmung aller an der Behandlung beteiligter Berufsgruppen gelegt. Zu diesem Zweck finden regelmäßige interdisziplinäre Konferenzen statt, an denen sich der pflegerische und ärztliche Dienst, die Abteilung für Physiotherapie, das Ernährungsteam, der Sozialdienst und die Klinikseelsorge beteiligen.

Das Spektrum der diagnostizierten und behandelten Erkrankungen umfasst neben Asthma und chronischer Bronchitis sämtliche Infektionen und Tumorerkrankungen des Brustkorbes.

Neben den gängigen Verfahren der Lungenfunktion (Spirometrie, Bodyplethysmographie, Diffusionsmessung, Blutgasanalyse, Bestimmung der Atemmuskelkraft und der Atemantwort) stehen auch Belastungstests (6-Minuten-Gehtest, Fahrradergometrie, Spiroergometrie) und die Vorsorgeuntersuchung nach nächtlichen Atemstörungen (Polygraphie) zur Verfügung, um bei Bedarf die Leistungsfähigkeit der Atmungsorgane während körperlicher Anstrengung und im Schlaf zu untersuchen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Abteilung ist die Abklärung unklarer Röntgenbefunde der Lunge und des Brustkorbes. Zur Verfügung stehen neben der Ultraschalluntersuchung mit Punktion von außen die sog. Endosonographie. Hier wird, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, in örtlicher Betäubung ein Endoskop in die Speiseröhre oder in die Bronchien eingeführt. Ein Ultraschallkopf an der Spitze des Geräts ermöglicht es, durch die Organwand hindurch auch aus Strukturen von wenigen Millimeter Größe gezielt Proben zu gewinnen.

Daneben ist die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ein wichtiges diagnostisches und therapeutisches Verfahren. Sie wird ebenfalls in örtlicher Betäubung durchgeführt. Neben der Möglichkeit, Proben für die mikrobiologische und pathologische Untersuchung zu entnehmen, können z.B. Sekretverhalte behandelt, endobronchiale Tumoren verödet oder durch Platzhalter (Stents) überbrückt, oder versehentlich verschluckte Fremdkörper entfernt werden.

Zur Abklärung von Ergussbildungen des Rippenfells (Pleuraerguss) werden neben der Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen des Brustkorbes die Punktion des Ergusse in örtlicher Betäubung, die Pleurablindbiopsie und die internistische Thorakoskopie (Pleuroskopie) angeboten. Dabei wird in örtlicher Betäubung ein Sichtinstrument in den Rippenfellraum (Pleuraspalt) eingebracht. Größere Ergussmengen können kontrolliert entfernt, Veränderungen des Rippenfells gezielt biopsiert werden und ggf. eine Verklebung des Rippenfells mit Talkumpuder (thorakoskopische Talkumpleurodese) in gleicher Sitzung durchgeführt werden.

Lungensport

Ziel des Lungensports ist es, durch körperliches Training Krankheitssymptome zu lindern und der Dekonditionierung entgegen zu wirken. Durch spezifische Trainingsprogramme z.B. im Rahmen ambulanter Lungensportgruppen können die Alltags- und Krankheitsbewältigung nachweislich verbessert, die Lebensqualität gesteigert sowie die Anzahl der Exazerbationen reduziert werden. Anfänglich vor allem für COPD- und Emphysempatienten gedacht, haben sich sowohl die Indikationsgebiete des Lungensports als auch die Schweregrade der betreuten Patienten in den letzten Jahren deutschlandweit erheblich ausgeweitet.

Seit September 2008 bietet der TUS Griesheim in Zusammenarbeit mit der Pneumologie des Klinikums Lungensport an. Informationen über Ort und Zeit der Übungsstunden erhalten Sie bei dem Leiter der Abteilung Behinderten- und Rehabilitationssport der TUS Griesheim per e-mail unter hauptverein@tusgriesheim.de oder auf der Homepage der TUS Griesheim (www.tusgriesheim.de).

Selbsthilfegruppe Lungenemhysem-COPD

Die Selbsthilfearbeit beruht auf dem freiwilligen Zusammenschluss von Menschen mit z.B. gemeinsamen Krankheiten, von denen sie entweder selbst oder von denen Angehörige betroffen sind. Im Rahmen regelmäßig abgehaltener Treffen sollen Probleme ohne professionelle Hilfe durch gemeinschaftliche Arbeit gelöst werden. Selbsthilfegruppen dienen auch dem Austausch von Informationen und Erfahrungen. Sie sollen die Isolation der Erkrankten bzw. ihrer Angehörigen verringern und das Selbstvertrauen der Teilnehmer stärken.

Zusätzlich zu der bereits seit 2005 bestehenden Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD mit Standort in Langen hat im Februar 2008 unter Schirmherrschaft des Klinikums und von Herrn Dr. Markus eine Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD in Darmstadt gegründet. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Rückfragen und Anmeldungen steht die Gruppenleiterin, Frau Barbara Eyrich, zur Verfügung (barbara.eyrich@t-online.de) oder die Homepage der SHG Lungenemphysem-COPD (www.lungenemphysem-copd.de).


Zusatzinfos, nützliche Links



Weitere Informationen

Lageplan

Anfahrthinweise

Besuchszeiten

nachmittags ab 15:00 bis 19:00 Uhr,
Ausnahmen nach Vereinbarung

Ambulanzen

Hepatologische Ambulanz
Tel. 06151 - 107 6501
Infektionsambulanz
Tel. 06151 - 107 6526

Leitung

Prof. Dr. med. Hubertus Wietholtz

Direktor:
Prof. Dr. med. Hubertus Wietholtz
Tel. 06151 - 107 6501