Klinikum Darmstadt - Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg-Mannheim


Max-Ratschow-Klinik für Angiologie /
Medizinische Klinik IV

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Diagnostik und Therapie - Mikrozirkulationslabor

Das Mikrozirkulationslabor der Angiologischen Klinik untersucht das Kapillarsystem bei Erkrankungen, die mit Gefäßkrämpfen oder Entzündungen einhergehen. So gelingt es, bestimmte Erkrankungen in einem sehr frühen Stadium, noch bevor Veränderungen im Blut nachweisbar sind zu erkennen und die rechtzeitige Behandlung einzuleiten. Sauerstoff- und Flussmessung im Gewebe ergänzen das Spektrum der Mikrozirkulationsmethoden.

Raynaud´sche Erkrankung (Weißfingererkrankung)

Durch anfallsartige Gefäßkrämpfe der kleinen Finger- oder Zehenarterien kann es zu Durchblutungsstörungen der Hände oder Füsse kommen, zum Teil mit initialer Weißverfärbung, anschließender Blau-Grau-Verfärbung und später - als Folge der Wiedereröffnung der Gefäße und verstärkter Durchblutung – zu einer oft auch schmerzhaften Rötung von Fingern oder Zehen (sogenanntes Tricolore-Phänomen). Die Dauer der Anfälle beträgt durchschnittlich ca. 30 Minuten. Man bezeichnet diese Symptomatik als Raynaud-Phänomen. Die Erkrankung tritt häufig bei jungen Frauen auf und wird besonders durch Kälte, emotionalen Stress oder bestimmte Medikamente ausgelöst, und ist in den meisten Fällen vom Verlauf her harmlos.

Andererseits kann es auch, z.B. im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen, Gefäßentzündungen und anderen Grunderkrankungen zu dauerhaften Verschlüssen der Finger- oder Zehenarterien kommen. In diesen Fällen reicht u. U. die Durchblutung nicht mehr aus, und es können Läsionen und offene Stellen an Fingern oder Zehen entstehen. Hier ist eine intensive angiologische Diagnostik und Abklärung erforderlich, sowie meist eine intensive Infusionsbehandlung mit Medikamenten zur Erweiterung und Neubildung von Gefäßen, um eine Abheilung zu erreichen Im Arsenal des Gefäßmediziners gibt es Vielzahl von Medikamenten, die bei dieser schwereren Verlaufsform eingesetzt werden können, häufig in enger Zusammenarbeit mit dem rheumatologischen Spezialisten, wenn es sich um eine Gefäßentzündung (Vaskulitis) handelt. 


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