Klinikum Darmstadt - Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg-Mannheim


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Diagnostik und Therapie - Lymphgefäßerkrankungen

Lymphödem

Unter einem Lymphödem versteht man die Schwellung des Unterhautfettgewebes mit Stau der Lymphflüssigkeit, wenn Lymphgefäße, die beim Gesunden die Gewebeflüssigkeit aufsammeln verstopft, zerstört oder nicht ausreichend kräftig angelegt wurden. Es handelt sich um eine eher seltene Erkrankung (ca. 15 pro 10.000 Menschen) und kann entweder angeboren oder erworben sein. Bei den angeborenen Störungen, zumeist Frauen, liegt eine Unter- oder Fehlentwicklung der Lymphgefäße vor und meistens kommt es etwa ab dem 17. Lebensjahr zum Auftreten eines Lymphödems.

Aber auch bestimmte Lymphknotenerkrankungen, Verletzungen, Bestrahlungen oder Tumorerkrankungen können zu einem Lymphödem führen. Anfangs zeigt sich nur eine Schwellung, z.B. an den Beinen oder Armen, später kann es zu einer Gewebeverhärtung und schließlich zu ausgedehnten Schwellungen mit starke Gewebeverfestigung, starker Hornhautbildung und Risiko für Wundrosen (Erysipel) kommen, die ihrerseits auch wieder das Lymphödem verschlimmern können, so dass letztlich ein Teufelskreis entsteht (siehe Abbildung).

Wichtig sind hier die gründliche angiologische Diagnostik und Abklärung der Ursachen, sowie eine frühzeitige und konsequente physikalische Therapie mit Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung, um schwerere, dann irreversible Stadien dieser fortschreitenden Erkrankung zu verhindern.


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