Klinikum Darmstadt - Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg-Mannheim


Anaesthesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

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Wissenswertes zur Intensivstation

Interdisziplinäre operative Intensivmedizin  

Das Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin leitet die interdisziplinäre operative Intensivstation, Station 29. Diese Station steht allen operativen und auch allen nichtoperativen Fachgebieten zur Behandlung von schwer kranken Patienten zur Verfügung. Es werden insbesondere Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen nach ausgedehnten Operationen bzw. medizinischen Eingriffen betreut. Außerdem werden Patienten behandelt, die sich im Rahmen eines Unfalls lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen haben.
Die Station bietet auf insgesamt neun Behandlungsplätzen Möglichkeiten zur intensiven Überwachung und falls erforderlich zur Beatmung der uns anvertrauten Patienten.

Der Besuch der Intensivstation

Sie sind uns als Besucher auf der Station willkommen! Wir verstehen Ihr Bedürfnis, Ihren Angehörigen in einer schweren Krankheitsphase nahe zu sein.

Den Zugang zur Station 26 finden Sie über die Eingangshalle des Peter-Grund-Baus, anschließend folgen Sie der Beschilderung. Die Station 29 befindet sich im 2. Stockwerk des Peter-Grund-Baus, der Zugang erfolgt über die Station 19 (siehe Lageplan). Besuchszeiten sind  nach Vereinbarung möglich, den Kontakt dazu finden Sie hier.

Ein Gespräch mit dem Stationsarzt oder Stationsoberarzt ist jederzeit möglich. Nach vorheriger Anmeldung steht auch Prof. Welte, der Direktor des Instituts, für Gespräche mit Angehörigen zur Verfügung. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass in Abhängigkeit vom aktuellen Arbeitsaufkommen, Gespräche manchmal erst mit Verzögerung stattfinden können.

Ihr Behandlungsteam

Um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten, arbeiten Ärzte und das Pflegeteam im Schichtbetrieb. Das Ärzteteam besteht aus vier Stationsärzten und einem Oberarzt, der sich für die Intensivmedizin speziell qualifiziert hat. Durch das Schichtsystem wird gewährleistet, dass immer ein erfahrener Arzt bzw. eine erfahrene Ärztin auf Station anwesend ist. Das Pflegeteam besteht aus 34 Fachpflegekräften, von denen die meisten zusätzlich zur Krankenpflegeausbildung eine qualifizierte Weiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin absolviert haben.

Ärztliche Stationsleitung 
Prof. Dr. med. M. Welte
Arzt für Anästhesie und spezielle anästhesiologische Intensivmedizin

Stationsoberärztin
Frau Dr. med. A. Schramm
Ärztin für Anästhesie und spezielle anästhesiologische Intensivmedizin

Pflegerische Leitung
Herr M. Naab
qualifizierte Weiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin

Was passiert auf der Intensivstation?

Überwachung der Körperfunktionen und Medikamententherapie
Die Behandlung schwer kranker Patienten setzt voraus, dass die wichtigsten Parameter wie z.B. der Blutdruck, der Sauerstoffgehalt im Blut, die Atmung und der Kreislauf kontinuierlich überwacht werden. Nur so können Verschlechterungen von Organfunktionen frühzeitig erkannt und therapiert werden. Die an den Behandlungsplätzen angebrachten Monitore erlauben eine Überwachung dieser Parameter. Falls Veränderungen der Messwerte eintreten wird das durch einen akustischen und optischen Alarm angezeigt, dies ermöglicht ein schnelles Eingreifen des Behandlungsteams.

Die behandelten Krankheitsbilder erfordern eine genaue Dosierung von hochwirksamen Medikamenten. Hierfür stehen spezielle Spritzenpumpen bereit.
Häufig wird die akute Erkrankung der Intensivpatienten auch von Schmerzen begleitet. Zusätzlichen können Schmerzen oder unangenehme Empfindungen im Rahmen der notwendigen Untersuchungen oder pflegerischen Maßnahmen entstehen. Oberste Priorität hat für das Behandlungsteam darum eine gute Schmerztherapie.
Von einigen Patienten wird die ungewohnte Situation und Umgebung als belastend und beunruhigend empfunden. Neben einer intensiven Betreuung der Patienten, kann auch der Einsatz von beruhigenden und Schlaf-fördernden Medikamenten dazu beitragen, diese schwierige Krankheitsphase gut zu bewältigen.

Spezielle Therapieverfahren

Im Rahmen von Verletzungen, großen Operationen sowie schweren Infektionen und Entzündungen kann es zu Funktionseinschränkungen oder sogar zum Funktionsverlust lebenswichtiger Organe kommen. Ziel jeder Intensivtherapie ist es daher, die ausgefallenen Organfunktionen bis zu ihrer Erholung vorübergehend zu ersetzen. Viele Geräte, die Sie auf unserer Intensivstation sehen werden, dienen dazu, bei der Unterstützung lebenswichtiger Organfunktionen zu helfen.

Künstliche Beatmung
Im Verlauf schwerer Erkrankungen kann es, auch wenn diese zunächst nicht die Lunge selbst betreffen, zu einer Einschränkung der Atmung und Sauerstoffversorgung durch die Lunge kommen. Je nach Ausmaß der Funktionseinschränkung genügt eventuell ein Atemtraining mit einer dichtsitzenden Maske, welches mehrfach am Tag durchgeführt werden muss. Ist die Lungenfunktion stark reduziert, ist diese Therapie nicht mehr ausreichend. Der Patient muss über einen durch den Mund in die Luftröhre eingelegten Beatmungsschlauch bei der Atmung unterstützt werden und ist dadurch nicht in der Lage zu sprechen. Trotzdem ist eine Kommunikation z. B. über einen Händedruck oder mit Hilfe einer Buchstabentafel möglich.

Nierenersatzverfahren
Bei schwerkranken Patienten kann es im Krankheitsverlauf zu einem Ausfall der Ausscheidungs- und Entgiftungsfunktion der Nieren kommen, auch wenn der Patient zunächst keine Nierenerkrankung hat. Durch den zeitweisen oder ununterbrochenen Einsatz eines Dialysegerätes am Krankenbett kann die Nierenfunktion bis zu ihrer Erholung ersetzt werden.


Zusatzinfos, nützliche Links



Weitere Informationen

Lageplan

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Schmerzambulanz

Leitung

Direktor:
Prof. Dr. med. Martin Welte
Tel. 06151-107 6251